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Der Kleine Preuße in Wremen ist ein kleines Seezeichen mit großer Geschichte – direkt am Hafen, nah am Watt und bis heute ein besonderer Ort.

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Leuchtturm Kleiner Preuße in Wremen

Wenn du in Wremen am Hafen entlanggehst, fällt er sofort auf. Der Leuchtturm Kleiner Preuße ist kein großer Seeturm draußen in der Deutschen Bucht, sondern ein kleiner, klar geformter Küstenturm mit starker Wirkung. Zwischen Kutterhafen, Deich, Watt und weitem Himmel wirkt er wie ein festes Stück Küste.

Sein Reiz liegt nicht nur im Bild. Der Kleine Preuße erzählt von Schifffahrt, Orientierung und von einer Zeit, in der auch kleine Feuer an der Küste eine echte Aufgabe hatten. Heute ist er zugleich Wahrzeichen, Ausflugsziel und ein Ort, der die maritime Geschichte von Wremen greifbar macht.

Was du heute dort siehst, ist ein Nachbau von 2005 am Wremer Kutterhafen. Das Original stand bereits ab 1906 am Deich des Wremer Granatkutterhafens. Es wurde später abgebaut, blieb im Ort aber so präsent, dass es viele Jahrzehnte später zurückkehrte.

Der Kleine Preuße ist gerade deshalb so besonders, weil er nicht fern und monumental wirkt, sondern nah, zugänglich und eng mit dem Hafenraum von Wremen verbunden ist.

Auf einen Blick

Ort

Wremen, am Kutterhafen und an der Einfahrt zum Wremertief.

Heutiger Turm

Nachbau des historischen Kleinen Preußen.

Original

1906 als Quermarkenfeuer errichtet, 1930 wieder abgebaut.

Nachbau

Am 14. April 2005 nach 75 Jahren Abwesenheit wieder aufgestellt.

Höhe

10,12 Meter.

Besonderheit

Begehbar bei Öffnung, mit Blick über Hafen und Wattenmeer.

Betreuung

Wremer Heimatkreis von 1985 e.V.

Trauort

Grundsätzlich bekannt als Trauort, aktuelle Verfügbarkeit bitte direkt prüfen.

Stand und Details wie Öffnungszeiten oder Trauungen solltest du vor dem Besuch immer tagesaktuell auf der offiziellen Website prüfen.

Geschichte des Kleinen Preußen

Die Geschichte beginnt im Jahr 1906. Damals wurde der Turm am Deich des Wremer Granatkutterhafens als Quermarkenfeuer errichtet. Gemeint ist damit ein Küstenfeuer, das der Orientierung in einem bestimmten Abschnitt diente und half, die Lage an der Küste und am Fahrwasser besser einzuschätzen.

Seinen Namen bekam der Kleine Preuße wegen seiner geringen Höhe und seines ursprünglichen schwarz-weißen Anstrichs, den viele mit preußischen Farben verbanden. Gerade diese Mischung aus kleiner Bauform und markantem Erscheinungsbild machte ihn schnell unverwechselbar. Später trug der Turm für einige Jahre auch einen rot-weißen Anstrich, der Name blieb aber erhalten.

Im Jahr 1930 wurde der ursprüngliche Turm in Wremen wieder abgebaut. Nach den Angaben der offiziellen Website wurde seine Spitze anschließend für das 26,15 Meter hohe Oberfeuer Imsum weiterverwendet. Damit verschwand der Kleine Preuße aus Wremen, blieb aber Teil der Leuchtfeuer-Geschichte der Region.

Viele Jahrzehnte lang war der Turm im Ort nicht mehr vorhanden. In der Erinnerung der Wremer blieb er trotzdem lebendig. Daraus entstand der Wunsch, ihn zurückzuholen. Der heutige Nachbau wurde nach den Originalplänen errichtet und am 14. April 2005 nach 75 Jahren Abwesenheit wieder an den Hafen gebracht. Seitdem steht er auf dem Kajenschutzdeich am Ende des Wremer Hafens.

Der Wiederaufbau war nicht bloß Dekoration. Er war ein bewusstes Erinnerungszeichen, das ein Stück maritime Geschichte zurück ins Ortsbild geholt hat.

Wofür der Leuchtturm diente – und wofür heute

Der historische Kleine Preuße war kein großer Fernleuchtturm für Hochseeschiffe. Er war ein kleiner Funktionsbau mit klarer Aufgabe im Bereich von Küste, Hafen und Fahrwasser. Als Quermarkenfeuer half er der Orientierung der Schifffahrt in einem Abschnitt, der für die Weserzufahrt und die Küstenfahrt Bedeutung hatte.

Heute hat der Nachbau vor allem drei Rollen. Er ist ein maritimes Wahrzeichen von Wremen, ein Besuchsziel, das Geschichte anschaulich macht, und ein Ort für besondere Anlässe, vor allem im Zusammenhang mit Trauungen. Genau dieser Wandel vom Arbeitsbauwerk zum Erinnerungsort lässt sich hier besonders gut erkennen.

Dazu kommt der pädagogische Wert vor Ort. Am Turm findest du Schautafeln zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Inneren gibt es auf der ersten Ebene eine kleine historische Einrichtung mit Tisch, Stühlen und altem Herd im Stil um 1910. Dadurch bleibt der Besuch nicht abstrakt, sondern wird anschaulich und nah.

Technische Daten des Nachbaus

  • Höhe: 10,12 Meter
  • Durchmesser: 2,80 Meter
  • Gewicht: etwa 9 Tonnen
  • Wände aus 8 Millimeter starkem Stahlblech
  • 23 Meter tiefe Gründung
  • Spindeltreppe zur Laterne und Galerie in etwa 8,50 Metern Höhe

Besuch & Erlebnis vor Ort

Der Kleine Preuße ist angenehm unkompliziert zu erleben, weil er an Land steht und direkt in einen Spaziergang am Hafen eingebunden werden kann. Du brauchst kein Schiff, keine Wattwanderung und keine Sondergenehmigung. Genau das macht ihn für viele Gäste so zugänglich.

Die offizielle Website nennt reguläre Öffnungszeiten samstags, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 15 Uhr. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass bei Regen, „Land unter“ oder Schietwetter abgewichen werden kann. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen. Besuchszeiten solltest du aber immer tagesaktuell prüfen.

Wichtig bei Trauungen: Der Kleine Preuße ist grundsätzlich als Trauort bekannt. Der aktuelle Status sollte aber direkt beim Betreiber oder Standesamt geprüft werden, weil die Hinweise auf der offiziellen Website zeitabhängig sein können.

Was du heute dort konkret sehen kannst: den schwarz-weißen Turm am Hafenende, Krabbenkutter im Bereich des Kutterhafens, die Deichlinie, Wattflächen je nach Tide und einen weiten Blick Richtung Weser. Gerade morgens, abends und bei auflaufendem Wasser wirkt die Szenerie besonders stark.

Wenn der Turm an Land steht …

Dann ist der Besuch meist einfach planbar. Genau so ist es beim Kleinen Preußen. Du kannst den Turm mit einem Spaziergang am Wremer Kutterhafen verbinden, kurz anhalten oder ihn als Ziel einer kleinen Runde nutzen. Das passt gut für Familien, für einen ruhigen Nachmittagsausflug oder auch für Gäste, die nur wenig Zeit haben.

Wenn der Turm auf einer Insel steht …

Dann hängen Besuch und Perspektive meist viel stärker von Tide, Fährzeiten oder Schutzgebieten ab. Beim Kleinen Preußen spielt das keine Rolle, weil er eben nicht auf einer Insel steht. Für deinen Besuch ist das ein echter Vorteil.

Wenn der Turm offshore auf See steht …

Dann ist er oft gar nicht direkt zugänglich und eher aus der Ferne erlebbar. Auch das trifft hier nicht zu. Gerade im Vergleich zu Offshore-Leuchttürmen zeigt der Kleine Preuße, wie schön ein gut erreichbarer Küstenturm sein kann: klein, nah und ohne großen logistischen Aufwand.

Beste Zeit & Fotopunkte

  1. Früher Morgen am Hafen: ruhige Stimmung, weiches Licht und klare Konturen von Turm, Deich und Kutter.
  2. Später Nachmittag: seitliches Licht bringt Struktur in Stahl, Geländer und Hafenkante.
  3. Bei wechselndem Wolkenhimmel: der schwarz-weiße Turm wirkt dann besonders grafisch und prägnant.
  4. Bei auflaufendem Wasser: dann verbindet sich der Turm optisch stärker mit Hafen und Weserblick.
  5. Mit Kutter im Vorder- oder Hintergrund: so bekommt das Bild einen klaren maritimen Bezug.
  6. Vom Hafenweg zurück Richtung Deich: dort wirkt der Turm weniger isoliert und stärker als Teil des gesamten Hafenraums.

Mini-Route am Hafen

Eine stimmige kleine Runde beginnt am Kutterhafen Wremen. Von dort gehst du gemütlich zum Leuchtturm Kleiner Preuße, schaust über Hafen und Watt und nimmst dir Zeit für ein paar Minuten an der Kaimauer.

Danach kannst du den Weg mit einem Abstecher ins Museum für Wattenfischerei verbinden. So verknüpfst du Hafenbild, Leuchtturmgeschichte und Fischereikultur in einer kurzen, runden Tour.

FAQ zum Kleinen Preußen

Wie alt ist der Leuchtturm Kleiner Preuße in Wremen?

Das Original wurde 1906 errichtet. Der heutige Turm ist ein Nachbau von 2005.

Warum heißt er „Kleiner Preuße“?

Der Name bezieht sich auf seine geringe Größe und den ursprünglichen schwarz-weißen Anstrich, der mit preußischen Farben verbunden wurde.

Wo steht der Kleine Preuße heute?

Heute steht er am Wremer Kutterhafen, auf dem Kajenschutzdeich am Ende des Hafens beziehungsweise an der Einfahrt zum Wremertief.

Kann man den Turm besichtigen?

Grundsätzlich ja, bei gutem Wetter zu den angegebenen Zeiten. Die Öffnung solltest du vor dem Besuch tagesaktuell prüfen.

Kostet der Besuch Eintritt?

Laut offizieller Website ist der Eintritt kostenlos. Spenden sind willkommen.

Finden dort Hochzeiten statt?

Der Kleine Preuße ist als Trauort bekannt. Ob aktuell Trauungen stattfinden, solltest du direkt beim Betreiber oder Standesamt prüfen.

Was sieht man im Inneren?

Im Turm gibt es eine kleine historische Einrichtung auf der ersten Ebene sowie den Aufstieg über eine Spindeltreppe zur Laterne und Galerie.

Lohnt sich der Ort auch ohne Turmbesteigung?

Ja. Schon der Weg zum Turm, der Blick auf Hafen, Kutter, Deich und Watt macht den Ort sehenswert.

Quellen

Zeitabhängige Angaben wie Öffnungszeiten oder Trauungen bitte vor Veröffentlichung noch einmal aktuell prüfen.

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