Leuchtturm Brinkamahof im Fischereihafen Bremerhaven mit rot-weißem Turm vor leicht bewölktem Himmel
Der Leuchtturm Brinkamahof erzählt von Fahrwasser, Hafenbau und Weserschifffahrt – heute kannst du ihn im Bremerhavener Fischereihafen ganz nah erleben.

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Ein Leuchtturm mit zweitem Leben

Der Leuchtturm Brinkamahof gehört zu den stilleren Wahrzeichen an der Unterweser. Heute steht er nicht mehr draußen im Watt, wo er einst der Schifffahrt diente, sondern im Bereich einer Marina im Bremerhavener Fischereihafen. Genau das macht ihn besonders: Du schaust hier nicht nur auf einen alten Leuchtturm, sondern auf ein Stück verlegte Küsten- und Hafengeschichte.

Auf den ersten Blick erinnert der rot-weiße Turm an den berühmten Roter Sand. Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr. Wegen seiner Form und seiner Stahlbauweise bekam Brinkamahof früh den Spitznamen „kleiner Rotesand“.

Wenn du heute dort stehst, siehst du keinen einsamen Leuchtturm mehr in offener Wattlandschaft, sondern ein historisches Bauwerk in neuer Umgebung. Gerade dieser Ortswechsel erzählt viel darüber, wie sehr sich Fahrwasser, Hafenanlagen und Küstenorte an der Weser im 20. Jahrhundert verändert haben.

Was du heute dort sehen kannst: einen historischen rot-weißen Leuchtturm direkt am Hafenbecken, eingebettet in Stege, Masten und typische Fischereihafen-Atmosphäre.

Auf einen Blick

Standort heute

Marina im Fischereihafen II in Bremerhaven

Baujahre

1910/1911

Als Seezeichen in Betrieb

Ab 1912, am alten Standort bis 1980

Ursprünglicher Standort

Etwa 6 Kilometer nördlich von Bremerhaven im Wurster Watt nahe Weddewarden

Bauart

Stahlringbauweise, rund 130 Tonnen schwer

Besonderheit

1980 per Schwimmkran an den heutigen Standort versetzt

Heutige Nutzung

Maritimes Wahrzeichen der Marina; in Quellen auch als Wohnhaus und Kneipe beschrieben

Vor Ort erlebbar

Außenansicht direkt am Hafenbecken mit typischer Fischereihafen-Kulisse

Geschichte

Der Leuchtturm Brinkamahof entstand 1910 bis 1911 auf einem Leitdamm nahe Weddewarden im Wurster Watt. Sein Name geht auf die Familie Brinkama zurück, die dort große Ländereien besaß. Die Lage war damals sinnvoll, weil sich die Fahrwasser in der Wesermündung noch deutlich veränderten und die Schifffahrt verlässliche optische Orientierung brauchte.

Gebaut wurde der Turm in Stahlringbauweise. Das ist eine Konstruktion aus übereinander gesetzten Stahlringen, die robust ist und sich später als echter Vorteil erwies: Brinkamahof ließ sich dadurch überhaupt versetzen. Das Bauwerk wiegt rund 130 Tonnen.

1912 nahm man den Turm als Leit- und Quermarkenfeuer in Betrieb. Im Lauf der Jahrzehnte änderte sich seine Aufgabe mehrfach. Er diente zunächst als Leitfeuer für den Wurster Arm, später als Quermarkenfeuer beim Übergang zur Reedebaken-Feuerlinie und schließlich als Unterfeuer der Richtfeuerlinie Weddewarden für das Fedderwarder Fahrwasser.

Der Bau des Turms steht eng mit der Entwicklung der Bremerhavener Häfen zusammen, besonders mit dem Ausbau der Kaiserhäfen II und III und den dazugehörigen Navigationsanlagen. Gleichzeitig änderten sich Stromlauf und Fahrrinnen der Weser laufend. Genau deshalb wandelte sich auch die Funktion des Leuchtturms über die Jahre.

Ende der 1970er Jahre wurde sein alter Standort aufgegeben. Grund war die nördliche Erweiterung des Container-Kais in Bremerhaven. Am 19. August 1980 versetzte man den kompletten Turm mit dem Schwimmkran „Thor“ in die Marina der Nordsee-Yachting im Fischereihafen. Seitdem steht Brinkamahof nicht mehr im Watt, sondern direkt am Hafenbecken.

Warum der Turm so besonders ist

Brinkamahof gehört zu den ungewöhnlichen Leuchttürmen der Region, weil er nicht nur erhalten blieb, sondern an einen neuen Ort umzog. Genau das macht ihn heute zu einem greifbaren Stück Küsten- und Hafengeschichte.

Wofür der Leuchtturm diente – und wofür heute

Früher war der Leuchtturm Brinkamahof ein echtes Arbeitsbauwerk. Er half der Schifffahrt in der Wesermündung, sichere Linien im wechselnden Fahrwasser zu finden. Gerade in einem Revier wie der Unterweser, in dem sich Strömung, Sediment und Fahrrinnen immer wieder änderten, waren solche festen Lichtzeichen entscheidend.

Seine Aufgabe veränderte sich mit den nautischen Anforderungen. Aus dem Leitfeuer wurde ein Quermarkenfeuer, später ein Unterfeuer einer Richtfeuerlinie. Daran lässt sich gut ablesen, wie Navigationssysteme an veränderte Bedingungen angepasst wurden.

Heute erfüllt der Turm keine Funktion mehr als Seezeichen. Stattdessen ist er ein maritimes Wahrzeichen der Marina im Fischereihafen. In den Quellen wird er als Teil der Hafenkulisse beschrieben, teils auch als Wohnhaus und Kneipe. Das passt zu seinem heutigen Charakter als umgenutztes technisches Denkmal.

Was du heute dort sehen kannst: einen rot-weißen Leuchtturm in klassischer Form, direkt zwischen Stegen, Masten, Wasserflächen und typischer Fischereihafen-Atmosphäre.

Besuch & Erlebnis vor Ort

Marina Fischereihafen II · Außenansicht besonders gut erlebbar

Der Leuchtturm Brinkamahof steht heute auf dem Gelände der Nordsee-Yachting-Marina im Fischereihafen II in Bremerhaven. Die Marina ist nach eigener Angabe von April bis Oktober geöffnet. Für einen Besuch am Wasser ist das ein guter Rahmen, auch wenn du aktuelle Zugangsbedingungen besser tagesaktuell beim Betreiber prüfst.

Einen verlässlich belegten Hinweis auf reguläre Innenbesichtigungen gibt es in den vorliegenden Quellen nicht. Am besten planst du Brinkamahof deshalb vor allem als Außenmotiv und als Teil der Hafenszenerie ein.

Wenn der Turm an Land steht …

Dann ist der Besuch am einfachsten. Genau so ist es beim Brinkamahof heute: Du erreichst ihn im Bereich der Marina trockenen Fußes. Das macht ihn ideal für einen kurzen Abstecher, eine Fotopause oder eine kleine Hafenrunde.

Wenn der Turm auf einer Insel steht …

Das trifft auf Brinkamahof nicht zu. Fährzeiten, Tide oder saisonale Verbindungen musst du hier also nicht einplanen.

Wenn der Turm offshore oder auf See steht …

Auch das trifft hier nicht mehr zu. Gerade darin liegt aber ein Teil seines Reizes: Der Turm erinnert optisch an Offshore-Leuchttürme wie Roter Sand, steht heute aber in gut erreichbarer Hafenumgebung.

Beste Zeit & Fotopunkte

  • Später Nachmittag bis Abend: Dann fällt das Licht oft besonders schön auf den rot-weißen Turm und das Wasser im Hafen.
  • Von den Stegen der Marina aus: Dort wirkt Brinkamahof besonders maritim, mit Booten im Vordergrund.
  • Mit etwas Abstand über das Hafenbecken: So kommt die volle Turmform gut ins Bild.
  • Bei ruhigem Wetter: Dann spiegeln sich Turm und Masten oft schön im Wasser.
  • Im Frühjahr bis Herbst: In dieser Zeit ist die Marina laut Betreiber regulär geöffnet.

Mini-Route

Eine schöne kleine Route ist ein Spaziergang durch den Fischereihafen II mit Fokus auf Wasser, Stege und den Leuchtturm Brinkamahof als Zielpunkt. Plane gemütliches Gehen, kurze Fotostopps und Zeit für den Blick über die Marina ein.

Tipp für die Einbindung auf der Seite: Dieser Abschnitt eignet sich gut für eine spätere Ergänzung mit Karte, GPX-Hinweis, Shortcode oder einem kleinen Kasten mit Startpunkt und Dauer.

FAQ

Ist der Leuchtturm Brinkamahof noch in Betrieb?

Nein. Als Seezeichen diente er bis 1980 an seinem alten Standort. Heute hat er keine nautische Funktion mehr.

Wo steht der Leuchtturm Brinkamahof heute?

Heute steht er in der Marina im Fischereihafen II in Bremerhaven.

Stand der Turm schon immer dort?

Nein. Ursprünglich stand er rund sechs Kilometer nördlich von Bremerhaven im Wurster Watt nahe Weddewarden.

Warum wurde der Turm versetzt?

Er musste der Erweiterung des Container-Kais weichen und wurde deshalb 1980 mit einem Schwimmkran umgesetzt.

Warum wird Brinkamahof „kleiner Rotesand“ genannt?

Weil seine Form und seine Stahlkonstruktion an den bekannten Leuchtturm Roter Sand erinnern.

Kann man den Turm besichtigen?

Für reguläre Innenbesichtigungen gibt es in den vorliegenden Quellen keine gesicherte Bestätigung. Als Außenziel ist er aber gut geeignet.

Was ist heute das Besondere an diesem Leuchtturm?

Er ist kein klassischer Leuchtturm mehr im Watt, sondern ein versetztes historisches Seezeichen in einer Marina. Gerade dieser Ortswechsel macht ihn besonders.

Lohnt sich der Besuch für Fotos?

Ja. Besonders reizvoll ist die Kombination aus historischem Turm, Booten, Stegen und Hafenwasser.

Quellen

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